SchreibfederKommentar

Sehr geehrte Frau Keller,

mit Begeisterung habe ich angefangen, Ihre Aufsätze zu lesen.

Viele meiner Ahnungen finde ich hierin bestätigt. Es braucht noch eine Weile, bis ich alles gelesen habe. Ich werde Ihre HP in meine Linkliste aufnehmen.

Danke für die reichhaltigen Informationen und Darstellungen!

Vielleicht haben Sie irgendwann Zeit und Lust zu einem Gegenbesuch? www.himmelspoesie.de

Ich würde mich freuen!

Herzliche Grüße Gisela Seidel


Nachdem der Aufsatz "Mose und der brennende Dornbusch" fertig gestellt war, habe ich einige Interessentinnen und Interessenten per E-Mail nach einem Feedback gebeten

Antworten:

  1. Zwei Briefe zu "Marie E. P. König"
  2. Gilda Gall
  3. Axel Tigges
  4. Günter Kantilli (seine Homepage + Playing with the Moon ex.)
  5. Claudia Berliner

Weitere Kommentare

Sehr geehrte Frau Keller,

Wie ich die Problematik verstehe, war Luzifer, der gefallene Morgenstern, Gottes ursprüngliche Gefährtin. Sie gilt als Satan, der männlich und weiblich sein kann.

Um Luzifers Macht zu kanalisieren, erschuf Gott den materiellen Kosmos, in den er satanische Teile aus Luzifers Schöpfungen mit seinen göttlichen Anteilen vermischte.

Da Gott Luzifer und später den Menschen die Willensfreiheit zugesichert hatte, durfte er Luzifer nicht einfach zerstören, sondern musste, muss auf seine freiwillige Bekehrung zu Jahwe zurück warten.

Darin ist die ganze Ambivalenz enthalten. Wie weit diese Ambivalenz durch die Zeit gefördert, und oder verändert wurde, bleibt wohl immer unaufgeklärt..........

Leider bleibt die unheilvolle Trennung von Mann und Frau weiterhin erhalten, was sich in jeder Gesellschaft für alle Beteiligten negativ auswirkt.

In der Gestalt von Jesus Christus hätte sich diese unheilvolle Tendenz auflösen können, die Kirchen haben aber die unheilvollen Machtstrukturen zu ihren irdischen Gunsten ausgeschlachtet, zum Schaden der Menschen und der Kultur.

So ist Europa nie wirklich christianisiert worden. Es gab und gibt immer Propheten, welche den wirklichen Sinn des Glaubens erfassten. Diese Art Glauben konnte sich nie durchsetzen. Gott wurde und wird zum kalten Gesetzesvollzieher ohne das Gesetz der Liebe, das Jesus verkörperte und verkörpern soll. Das alte Testament ist zementiert und erstickt unter seiner gewaltigen Machtstruktur jede Bemühung von Menschen nach Freiheit und Menschenwürde FÜR ALLE. Die Mächtigen zertrampeln die weibliche Erde, gefolgt von einem entmündigten Haufen lebensentfremdeter Menschen. Wie weit da noch von Willensfreiheit die Rede sein kann, weiss ich wirklich nicht.

Nur eines weiss ich: Wenn Gott nur der kalte, narzisstische Gesetzgeber ist, wie Sie ihn schildern, gibt es keinen Himmel, keine Vergebung und keine Möglichkeit für ein besseres Leben.

Es würde mich interessieren, ob Sie Werke von Jakob Lorber kennen. Seine Trilogie: Die Haushaltung Gottes beeindruckte mich tief. Selbstverständlich ist auch Lober nicht frei von einer gewissen Ambivalenz den Frauen gegenüber. Trotzdem gesteht er den Frauen zu, dass eine Frau den Satan, die alte Schlange besiegen werde, wenn die Sonne in den Männern erloschen ist. Der Mann als Sonne, die Frau als Sonnenstrahl seien gleichwertig. Keines existiert ohne das andere.

Nun habe ich genug geredet. Gespannt erwarte ich Ihre Antwort als Theologin und vor allem als betroffene Frau.

Freundliche Grüsse Gilda Gall


Hallo Esther Keller,

Ihren glühenden Aufsatz zu Römer 3,24-26 habe ich sehr aufmerksam gelesen und mich sehr gefreut.

Da Sie für Kommentare und Anregungen dankbar sind erlaube ich mir Sie darauf hinzuweisen, dass es sich bei der Bundeslade sowie auch bei der Arche des Noah sinnbildlich um den Leib des Jesus Christus handelt.

Das wunderbare daran ist, dass Gott uns zuvor alle in den Leib des einzig von Ihm gezeugten Sohnes versetzt hat.

Im Leibe Dieses, des Zweiten und Letzten Adam wurden wir alle samt mitgekreuzigt und auch mitbegraben.

Und als Jesus vom Vater aufgeweckt wurde und so als der Zweite Neue Mensch in den Himmel aufgenommen wurde, da wurden auch wir alle in dessen Leibe mitauferweckt und mitaufgenommen in den Himmel der Himmel, mitten vor das Angesicht Gottes unseres Vaters. Seitdem sitzen wir in Geist in Ihm zur rechten unsers Vaters.

Nicht unser persönliches Sterben in Fleisch ist deshalb der rettende Ausweg sondern unser Sterben und Auferstehen in Ihm.

Auf diesem geheimnisvollen Weg (Leib/Lade/Arche) sind wir diesem Kosmos, dem Gott und den Fürsten dieses Kosmos sowie auch der knechtenden Verfehlung (Sünde) darin entkommen.

Die wahrhaftige Lade bzw. die wahrhaftige Leibesarche befindet sich also in den Himmeln und nicht mehr auf Erden.

In Ihm sind wir Sohn wie der Sohn Sohn ist. Keine Adoptierten, sondern wahrhaft göttliche, heilige, herrliche, ja einzigartige Söhne.

Hier sind wir alle nur noch Einer in Christo.

Männlich und weiblich sind Bestandteil dieses Kosmos.

In Geist gibt es weder männlich noch weiblich.

Schauen Sie sich das Geheimnis des Christus an.

In Ihm liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen.

In Geist gibt es keine Unterscheidung zwischen Mann und Frau.

Und deshalb auch kein Zukurzkommen.

Ja, niemand wird ihrer in der Neuen Schöpfung mehr gedenken.

Liebe Grüße Steffen Zimmermann

 

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